Aufruf zur Demo „Gemeinsam gegen rassistische Gewalt“

Gemeinsam gegen rassistische Gewalt!

Demonstration:
Sa. 10. Dezember 2016 
14.00 Uhr / Tramstation Husemannstraße (M10)
Berlin-Prenzlauer Berg

198578

In den Morgenstunden des 26. November 2016 wurde ein 17 jähriger Junge auf Grund seiner Hautfarbe in Prenzlauer Berg brutal angegriffen und ins Krankenhaus geprügelt. (mehr Infos hier) Wir, seine Eltern, Freunde und UnterstützerInnen fordern, dass sie Täter bestraft werden. Wir rufen darum für den 10. Dezemeber zu einer gemeinsamen Demonstration auf.

Helft die Täter zu finden!

Das Opfer des Überfalls kann sich nicht erinnern. Wir

sind darum auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Wir suchen den Fahrradfahrer der zum Glück interviniert hat. Wenn du das warst, DANKE und bitte melde dich, Du bist ein wichtiger Zeuge. Zwei der anwesenden Jugendlichen haben dem LKA bereits alles gesagt, an das sie sich erinnern konnten. Dennoch kann die Polizei auf Grund irgendwelcher Datenschutzbestimmungen KEIN Phantombild anfertigen. Wir haben darum selbst einen ZeugInnenaufruf mit Täterbeschreibung angefertigt (siehe unten), den wir während der Demo gemeinsam verteilen wollen. Auch nach der Demo werden wir die Täterbeschreibung in Spätshops und Restaurants aufhängen. Bitte bringt Kleister und Tesafilm mit! Die Zeugenaufrufe und Demoankündigen liegen ab Mittwoch Abend im Buchladen Schwankende Weltkugel aus.

Für ein Zusammenleben, frei von Angst und Rassismus

„Im Namen aller multiethnischen und global eingestellten Familien/Mitmenschen fordere ich die politisch Verantwortlichen auf, den wachsenden Rassismus in unserer Stadt, in unserem Land, ja Europaweit zu erkennen und Gegenmassnahmen zu ergreifen. Ich bin nur eine Mutter multiethnischer Kinder unter vielen und in der Politik nicht sonderlich bewandert, aber ich weiß um den Rassismus in den Kitas und Schulen, ich weiß vom Rassismus auf dem Arbeitsmarkt und bei der Wohnungssuche, ich weiß vom Rassismus in öffentliche Einrichtungen und leider weiß ich auch von der rassistischen Gewalt in unserer Stadt. Selbst ich verstehe und spüre, das Personal- und Finanzeinsparungen in allen Sozialen Bereichen, zu diesem drastisch ansteigenden Rassismus führt.“

(Sonja Prinz, Mutter des angegriffenen Jungen)

Darum rufen wir Euch zur Demo gegen Rassismus auf. 
Wir treffen uns Samstag 10.12.16 um 14 Uhr an der Tramstation Husemannstraße (M10) in Prenzlauer Berg

 

Wir danken den North-Eath Antifacists für diese Initiative und Hilfe.

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Fallbeispiele Alltagsrassismus

no-to-racism

Liebe LeserInnen,

auf Grund des rassistischen Übergriffs auf meinen 17 jährigen Sohn und da ich nicht die Einzige bin die den dramatischen Anstieg von Rassismus in unserem Land bemerkt, möchte ich in diesem Artikel Fallbeispiele aus ganz Deutschland sammeln und bitte Euch, mir Eure Erfahrungen zuzusenden: info@global-new-generation.com. Wir können diese Beispiele anonym oder mit Eurem Namen als Quelle veröffentlichen, auch Fotos können hinzugefügt werden. Es muss auch keine körperliche Gewalt im Spiel gewesen sein, hier geht es viel mehr darum, die vielen alltäglichen rassistischen Situationen aufzuzeigen und deutlich zu machen unter welchem Druck Menschen leben, denen ständig subtil oder auch ganz offen vermittelt wird, sie seien minderwertig!!

Wir begegnen diesem Rassismus oft sprachlos und fühlen uns ohnmächtig. Wir müssen uns aus dieser Starre befreien. Für SchülerInnen und Eltern gibt es immerhin schon eine Schul-Mobbing Beauftragte Frau Saraya Gomis. Auch gibt es ein Netzwerk gegen Diskriminierung in Kita und Schule BeNeDiSK – dort solltet ihr in jedem Fall jede Form von Diskriminierung in Kita und Schule melden, das ist sehr wichtig um auf politischer Ebene Veränderung herbeizuführen. Und auch diese Seite hier kann Euch helfen: KiDs – Kinder vor Diskriminierung schützen!
 Bitte wehrt Euch, ihr dürft und müßt das nicht einfach schlucken!!!!!!

Diese Liste hier auf New Generation soll der Öffentlichkeitsarbeit dienen, evtl in Dokumentationen, Filmen, Zeitungsartikeln und ähnlichem auf den Ernst der Lage hinweisen und an die politische Ebene appellieren.

Vielen Dank für Eure Mitarbeit.

Sonja Prinz
Vorstand

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Sylvia:
Auch ich kann viele Geschichten erzählen, die unserer Familie passiert sind; hier ganz kurz drei davon.
Als mein Sohn in der Grundschule war gab es nur zwei afro-europäische Kinder an seiner Schule. Diskrimierung erlebte er im Alltag in der Schule und auch draußen immer wieder. Irgendwann sagt er zu mir: „Mama, ich will nicht mehr braun sein.“ Das tat richtig weh. Er cremte seine Haut dann nicht mehr ein (weil sie einen weißlichen Schimmer bekam, wenn er das nicht mehr tat); er trug immer und überall sein Basecap, damit er nicht mehr wegen seiner Haare angesprochen wurde. Natürlich half das nicht der Diskriminierung zu entgehen. Und so bekam er dann auch noch Ärger in der Schule, weil er sein Basecap nicht absetzen wollte… egal, wie oft wir mit der Lehrerin darüber sprachen: Sie sagte er sei wie alle anderen und würde auch so behandelt. Das stimmte aber nicht ganz, denn nur zwei Schüler der Schule hatten braune Haut und außer ihnen wurde niemand als „N…“ usw. bezeichnet. Wahrscheinlich versteckte sich auch keines dieser anderen Kinder vor den Oberschülern der Nachbarschule (weil diese ihnen immer wieder Angst machten und sie wegen der braunen Hautfarbe bedrohten) und lief durch das Gebüsch ein Stück des Weges nach Hause . Mein Sohn tat das und wir versuchten lange in der Schule Verständnis für seine Situation und Veränderung zu erreichen. Wir hofften, die Lehrer würden mit dem Thema Diskriminierung offensiver umgehen. Aber es wurde nur verharmlos und bagatellisiert. Dass der Sportlehrer ihn „Bimbo“ nannte, war auch kein riesiges Problem (für die Schule), und doch „bestimmt nicht wirklich ernst gemeint“ versicherte man uns. Irgenwann war alles zu viel und als mein Sohn eines Tages zu Hause am Fenster saß und sagte er wolle nicht mehr leben, haben wir kapituliert und ihn umgeschult. In dieser Schule wurde es dann besser und zumindest bei den Klassenlehrerinnen fand er Unterstützung. Trotzdem gabe es auch dort wieder Vorfälle, für die ich kein Verständnis habe… als andere Jungs ihn als „N…“ beschimpften und verprügeln wollten, flüchtete er sich in in den Toilettenraum und hielt die Tür der Kabine zu… als die Tür durch den Druck der ihm folgenden Eindringlinge kaputt ging… ratet mal, wer die Strafe bekam? Er hätte deshalb doch nciht die Tür so lange zuhalten dürfen, bis sie kaputt ging, bekamen wir erklärt!
Naja, und dann gab es noch andere Situationen: Einmal waren wir in einem Hotel im Brandenburger Land. Als dort ein Weihnachtsmarkt auf dem Gelände stattfand, sind wir auch dorthin. In der Schlage, wo es Zuckerwatte gab, warteten wir. Ich habe die Blicke der Menschen bemerkt und wusste nicht ob ich mich freuen oder wütend sein sollte, als sich eine Mutter, die mit ihrem Kind vor uns stand umdrehte und wohl nett gemeint, mit Blick auf meinem Sohn, zu mir sagte: „Entschuldigen Sie, so etwas haben wir hier nicht so oft!“
… und zum Schluß etwas, das meinen Sohn immer nervt (und das ich auch schon oft selbst beobachtet habe, wenn wir im Laden getrennt unterwegs sind): Die Security in Supermärkten… die hat er immer am Hacken (zumindest im Nordosten von Pankow)… vielleicht freuen sich da ja andere, die sich derweil tatsächlich die Taschen vollhauen…
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Schülerin 19 Jahre:
Während meines Praktikums in einer Kinderfreizeiteinrichtung fragt mich so ein kleines Kind einfach, ob ich dreckig bin, oder kacke in meinem Gesicht habe!!!!! – Klar habe ich ihn korrigiert. Aber es sind leider so viele Beleidigungen, ständig: „Hast du Ebola? N…, Scheiß Ausländer, Bimbo usw “
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Sonja:
Als wir gerade aus Paris in eine Kleinstadt in Rheinland Pfalz gezogen waren, besuchte ich sonntags einen Gottesdienst mit meinen ersten beiden Kindern, da waren sie 5 und 4 Jahre alt. Wir wurden von allen Seiten mit allen möglichen Blicken gesegnet, ich dachte „yay, wir sind Aliens“. Um so mehr habe ich mich gefreut als nach dem Gottesdienst ein älteres Pärchen zu uns kam, die Frau schnatterte gleich los: „Ach was sind die aber süss, und diese Löckchen!“ und da hatte sie auch gleich die Finger in den Haaren meiner Tochter, „wir hatten ja auch mal solche adoptiert, die waren aus Indien- wo kommen Ihre denn her?“ Da blieb mir die Sprache weg, sowas hatte ich damals noch nie gehört und es beschäftigte mich noch den ganzen restlichen Tag. Ich war mit mir selbst verärgert, ich hätte etwas Kluges antworten sollen, stattdessen hatte ich mich schnell verabschiedet und aus dem Staub gemacht. Aber es sollte nicht lange dauern, da bekam ich die Chance klug zu antworten. Beim Ausflug ins Freilichtmuseum kam wieder eine Frau- diese war aus Russland- und fand meine süßen ‚Schokobabies‘ und deren Haar so toll und wollte wissen, ob ich die adoptiert hätte. „Nein“ sagte ich, „die hab ich selbst gemacht, und das.– hat richtig Spass gemacht!!! Sollten Sie auch mal ausprobieren! Dann bekommen Sie Ihre eigenen ‚Schokobabies'“ Peinlich berührt zog sie von dannen. Ich habe diese Antwort nun jedesmal benutzt, wenn mich jemand nach der Adoption meiner Kinder gefragt hat -und das passierte wirklich oft.
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Sänger 19 Jahre:
Rassismus? Das erleben wir doch jeden Tag
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Anonym
Bei mir auf der Arbeit fällt immer mal wieder das N.. Wort und danach sagen sie dann „Entschuldigung, das war nicht böse gemeint“ Ich tue dann immer so als hätte ich es nicht gehört, aber gemobbt fühle ich mich dann doch immer irgendwie.

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Anonym

Obwohl es sich „nur“ um verbalen Rassismus handelte, den ich mir als Jugendliche ungewollt mithören musste,
geht es mir bis heute nicht aus dem Kopf:, es übermannt mich wenn ich daran denke stets das Grauen,und es ist mir, als wärs erst gestern gewesen:

Da diskutierten zwei männliche Jugendliche ,die sonst eigentlich recht o.k schienen:
Der Eine schimpfte über Juden, und was man alles mit ihnen machen sollte…. da erwiderte der ANDERE: Nein, die N….r sind die Schlimmsten, die sollte man……..etc, etc…“

Ich war wie versteinert, und fühlte nur, dass mir schlecht wurde. (Leider war ich zu DER Zeit in den ANDEREN verliebt…Gott bewahre)

Der „ANDERE“ vergötterte Elvis Presley geradezu, war sozusagen eine Kopie von ihm, was das Aussehen betrifft.
Nichts gegen Elvis, doch WER war es, der die besten Songs komponierte, ein hervorragender Musiker war, und doch für die Masse relativ unbekannt blieb, während Elvis den Ruhm erlangte?

RAY CHARLES….

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Anonym:
Ich wurde mal von einer Kollegin gefragt wie groß der… ( ihr wisst schon was) von meinem Mann ist, ob es denn stimmt, dass Afrikaner einen Größeren haben und ob das nicht beim Sex wehtut. Ich habe nur geantwortet, dass ich dazu nix sagen werde und dass sie sich doch mal mir jemanden verabreden soll, um das selbst zu beurteilen!

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Schülerin 12Jahre:
Ich war auf der Gustav Eifel Schule und dort waren die Kinder total assozial und haben mich Tag für Tag runter gemacht. Eine hat gefragt ob sie mein Hefter haben darf und als ich ihn wieder bekommen habe standen da sehr viele Beleidigungen drauf und der Hefter wahr total kappur, manche haben mir sogar nach der Schule aufgelauert um mich dann noch mehr zu mobben
Einmal war ich draußen und solche Männer habe mich auf Grund meiner Hautfarbe beleidigt z.b. Scheiß Ausländer, N…. usw.


Anonym:
In einem Unternehmen in Potsdam gibt es 2 Pausenräume im Bereich Unterhaltsreinigung. Ein Raum für Deutsche, einen für Ausländer. Als wenn das noch nicht reicht, wurden aus dem Pausenraum für die Ausländer der Esstisch und die Stühle entfernt mit der Begründung, dass der Tisch und die Stühle woanders gebraucht werden. Man könnte doch auf dem Boden sitzen und essen oder in die Cafeteria des Hauses Pause machen gehen. Mein Mann arbeitet dort zum Glück nicht mehr, aber was fürs eine Demütigung ist das denn?


Mutter von 9 jährigen Jungen:
Mein Sohn fing an über Bauchschmerzen zu klagen und das immer vor Schulanfang, bis nach ständigen Gesprächen mit ihm rausfand, dass er von älteren aus der Schule wegen seiner Hautfarbe gemobbt wurde… Sprüche wie: „Du bist braun wie Kacke, deshalb stinkst du auch“ und wurde rumgeschubst

Mutter von 14 jähriger Tochter:
In der Schule wurde meiner Tochter immer wieder als ‚Sklave‘ benannt.

Mutter von 3 jähriger Tochter:
Meine Tochter ist deutsch-senegalesischer Herkunft und ihr Haar ist sehr bauschig. Leute begrabschen ständig ganz selbstverständlich ihr Haar, ohne jegliches Feingefühl, oft einfach beim Vorbeilaufen als wäre das Haar ohne Besitzer… selbst ein Hund kriegt mehr Respekt…

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Schülerin 14 Jahre:
Gestern kam ich aus Frankreich zurück und mein Vater (weiß) und meine Großtante holten mich ab, wir fuhren eine Weile bis wir auf der Gegenüberseite ein Polizei Auto sahen. Ich schaute etwas komisch herüber da der Auto Typ mich interessierte. Auf einmal sahen wir das gleiche Auto hinter uns, wir fuhren an den Rand und der Polizist sagte „guten Tag hier ist die Polizei schönefeld, bitte die Fahrzeug Papiere und Ausweis.“ Er kontrollierte meinen Vater der eben „Zecken“ mäßig aussieht, nach Drogen. Papa musste auch einen Test machen. Meine Großtante sagte zu den Polizisten „sie haben uns doch nur angehalten da wir ein ausländisch aussehendes Kind haben“
Der eine Polizist daruf hin „Sie bewegen sich auf ganz dünnem Eis“, der ist voll an die Decke gegenagen. Ich saß im Auto und habe gezittert wie Sau, da ich seid Frankreich totale Paranoia vor dem habe.  Mein Vater fragte “ wieso werden wir kontrolliert ?“ Der antwortete daruf hin „Berufliche Intuition “ wir waren so sauer. Zum glück wurden wir weiter gelassen. Mein Vater fühlt sich sehr doll diskriminiert.
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Anonym:
Meine Grosseltern leben in Niedersachsen und mein Mann wurde nie thematisiert, als ob er nicht existiert. Ich wurde zwar eingeladen mit den Kindern, aber ihr Vater durfte nie mit und wurde nie eingeladen.
Ich wurde gefragt, ob ich meine Kinder adoptiert hätte…und meiner Tochter wurde vom Lehrer gesagt, das er sie mit der Hautfarbe, nicht in einer gymnasialen Oberstufe sieht.
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Ronja:
Ich mit meinem afrodeutschen Baby beim Arzt. Er: “wie soll ich denn ihr Kind jetzt nennen? N* darf man ja jetzt nicht mehr sagen!“ (in einem Tonfall, als wäre das für ihn ein großer Verlust oder so)
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Anonym:
Übergabegespräch  im Schwesternzimmer einer Mutter-Kind-Station: Eine weisse Mutter hatte gerade ein afro-europäisches Kind zur Welt gebracht. In der Übergabe fiel folgender Satz: Wundert euch nicht in Zimmer … liegt eine Frau da ist der Kindsvater Afrikaner. Deswegen sieht das Kind so anders aus. Glaubt mir, ich bin innerlich explodiert an dem Tag !


Romy:
Beispiel in der Familie: Mein Opa (Sachsen/ Bautzen = rechte Szene sehr verbreitet) hat mir untersagt, mit meinem Mann nach Bautzen zu kommen, weil er so dunkel ist und das der Nachbarschaft auffällt.  Die Kinder durften ihn besuchen, weil sie nicht ganz so dunkel sind… . Bis mein Opa verstarb, haben mein Mann und mein Opa sich nie kennengelernt. Und meine Oma wollte selbst von mir gar nix mehr wissen.
Meine Tochter wurde in ihrer Kitazeit arg gemobbt. Sie war gerade ca. 4 Jahre alt, als die anderen Kids aus ihrer Gruppe plötzlich alle nicht mehr mit ihr spielen wollten. Sie hat sich erstmal nichts anmerken lassen, doch irgendwann kam sie nur noch traurig vom Kindergarten nach Hause. Als sie dann endlich (nach ca. 3 Tagen ausquetschen) erzählt hat was los ist, bin ich sofort zum Erzieher gegangen. Ursache war nämlich, dass ein Elternteil seinem Kind verboten hat, mit dunkelhäutigen Kindern zu spielen. Und alle anderen Kinder haben dabei mitgemacht. Es folgte eine Erklärung für die Kinder, wie Hautfarben entstehen und auch die Eltern des Kindes wurden ermahnt.
Meine Tochter wurde in ihrer Kita häufiger auf Läuse kontrolliert als die anderen Kinder in ihrer Gruppe.
Aufgrund der zweisprachigen Erziehung unserer Tochter, hat sie bei manchen Wörtern Ausspracheprobleme gehabt , da sie ja zwei Sprachen auf einmal lernt. Sie wurde promt zum Logopäden geschickt, weil sie angeblich nicht richtig sprechen kann und andere Kinder das schon besser konnten. Sie war zu diesem Zeitpunkt gerade mal 4 Jahre alt.
Und wie oft wird man im der Potsdamer Straßenbahn mit seinen Kids/seinem Mann angeguckt, als würde man von einem anderen Stern kommen!
Im Krankenhaus nach der Entbindung meines zweiten Kindes hat mir eine Krankenschwester nicht geglaubt, dass mein Sohn Gelbsucht hatte und darauf plädiert, dass das doch an der Hautfarbe vom Papa liegt, dass er so aussieht. Er war dann nach 2 1/2 Tagen quietschegelb, hat nur noch geschlafen und dann habe ich die Initiative ergriffen und darauf bestanden, das Kind zu untersuchen. Und, was hatte er: Gelbsucht. Zuhause musste ich ihn immer ins Licht packen, damit es ihm wieder besser ging.


Sonja:
Meine Tochter afro-europäischer Herkunft war gerade drei Monate in der Schule als sie plötzlich jeden morgen Bauchschmerzen bekam und nicht mehr zur Schule wollte, ihre Haare musste ich zu einem festen Zopf binden, sonst brach sie in Tränen aus. Beim Elterngespräch bemerkte die Lehrerin, dass ich doch darauf achten solle, die Haare meiner Tochter zusammenzubinden, schließlich sei diese Sorte Haar viel anfälliger für Parasiten und Dreck.


Anonym:
Meine Große musste ich gerade aus dem Gymnasium in Karow rausnehmen nach einem Jahr, weil sie täglich mit rassistischen Sprüchen wie, “ deine Ebola ist wie unsere Grippe, oder?“ und“kriegen deine Kinder dann Schokomilch zu trinken“ belästigt wurde, mir nichts sagte und immer ungerner wegen der Klassenlehrerin, die sie wegen zunehmender Schussligkeit ausgrenzte, in die Schule ging. Sie geht jetzt glücklich in Mitte is Gymnasium, in die Schule mit 51 anderen Nationen. In Karow war sie das einzige braune Mädchen. Nach fünfseitigem Beschwerdebrief an  den Senat, wurde uns eine neue Schule vorgeschlagen, Pankow ist natürlich voll, und die Schule in Karow muss jetzt Fortbildungen zum Thema Diskriminierung besuchen.

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Prenzlauer Berg: 17jähriger von 4 Männern brutal zusammengeschlagen

English version


Als besorgte Mutter wende ich mich an Euch, und bitte Euch um Mithilfe:

 

  • Ich möchte das diese Männer, die meinen 17 jährigen Sohn auf Grund seiner Hautfarbe zusammengeschlagen und ins Krankenhaus getreten haben, bestraft werden!
  • Ich möchte meinen Hilfeschrei soweit wie möglich senden, um auf die wachsende rassistische Gewalt in unserem Land aufmerksam zu machen!
  • Ich möchte, das auch verbale rassistische Äußerungen bestraft werden!
  • Ich möchte, das Hautfarbe endlich kein Kriterium mehr ist!
  • Ich möchte nie wieder einen Satz wie: „Ich bin nicht rassistisch, aber…..“ hören müssen!
  • Ich möchte, das unsere Regierung endlich den Ernst der Lage begreift und dass endlich Pläne geschaffen und umgesetzt werden, um den Rassismus Stück für Stück aus unseren Köpfen zu verbannen!

 

Was passiert ist:

Am 26.11, nach einer für mich unruhigen Nacht, in der ich voller Sorge auf meinen 17jährigen Sohn wartete, kam dieser um 6h30 blass nach hause. Er ging sofort ins Bett und ich dachte nur, lass ihn ausschlafen, danach bekommt er seine Standpauke. Gegen Mittag kam er aus dem Zimmer und konnte seinen Arm nicht mehr bewegen, aus seiner Schulter ragte unter der Haut die Spitze eines Knochen , er hatte etliche Prellungen. Die Familie überannte ihn mit Fragen, er wich nur aus und meinte er könne sich nicht erinnern. Wir schimpften mit ihm, aber er antwortete nur beharrlich er wüßte nicht was passiert sei, er sei mit Freunden gewesen und gegen halb eins nach hause gefahren. Er war sich sicher, dass er um ungefähr halb zwei zuhause war und konnte nicht glauben, dass es 6h30 sein sollte. Wir dachten er sei vielleicht gefallen, vielleicht schäme er sich, will seinen Eltern nicht sagen was passiert ist, vielleicht hat er zu viel getrunken, wir konnten aber nichts aus ihm herausbekommen,– außer: „Ich glaube mich haben Nazis verprügelt, aber ich weiß nicht so genau“ Ich fuhr mit ihm ins Krankenhaus, während seine ältere Schwester nun anfing alle seine Freunde zu kontaktieren, um herauszubekommen, was wirklich passiert war. Nach sehr langer Wartezeit in der Rettungsstation, wurde er geröntgt. Das Schlüsselbein sei gebrochen, wir sollten am Montag in der chirurgischen Sprechstunde vorsprechen um einen Termin zur Operation zu bekommen.

Als wir abends zuhause ankamen, hatte die große Schwester von mehreren Freunden gehört, dass mein Sohn verprügelt worden sei, von mehreren Männern. Es gab ein Mädchen und einen Junge, die zur Tatzeit bei ihm waren . Das Mädchen kannte ich schon, ich habe sie sofort kontaktiert, auch sie stand unter Schock und erzählte mir alles an das sie sich erinnern konnte- sie hatte sich in Sicherheit gebracht und konnte nur weitere Puzzlesteine hinzufügen, versprach mir aber die Nummer des Jungen zu erfragen, der ebenfalls als Zeuge dabei war, ein entfernter Bekannter meines Sohnes. Meinem Sohn ging es Sonntags nicht sehr gut, er hatte Schmerzen an der Schulter, aber auch am Kopf, es war ihm schummrig. Ich bekam Angst, dass es vielleicht mehr sei, als nur der Bruch des Schlüsselbeins. Am Sonntag Abend bekam ich endlich die Nummer des Jungen. Obwohl es schon sehr spät war konnte ich ihn erreichen. Er erzählte mir nun genau was geschehen war und sowohl der Junge, als auch das Mädchen, versprachen, am Montag mit zur Polizei zu kommen um eine Anzeige gegen Unbekannt zu machen. Und hier nun, was sich in der Nacht zum 26.11.16 zugetragen hat, und was die Jugendlichen auch als Zeugenaussage bei der Polizei gemacht haben:

In der Nacht vom 25. zum 26.11 gegen 4 Uhr morgens befand sich mein 17 jähriger Sohn afro-europäischer Herkunft mit seinen zwei Freunden (ein Junge aus Aserbaidschan/Iran und ein deutsches Mädchen) an der Tramstation M10 Husemannstr. 4 Männer (ca 25-35 Jahre alt) stießen hinzu und versperrten den Jugendlichen den Weg als diese sich beim Kiosk „we love Späti“ Getränke holen wollten.  2 Männer waren mittelgroß (ca 1,80m), davon trug einer ein halbgroßes Käppi das nach oben zeigte und darunter Stand London, die Haare waren rasiert-wahrscheinlich Glatze, Jeans und schwarze Jacke. Es gab einen sehr großen Mann (ca 2,00m), kurzes braunes Haar (ca 6-7cm) und Vollbart, schwarze Jacke und Jeans, und einen sehr kleinen Mann von ungefähr 1,60m. Die Männer fragten, was die Jungen mit dem Mädchen hier machten und dass sie sie wenn sie Gentleman wären, sie jetzt nach hause bringen sollten. Das Mädchen zog sich sofort zurück. Die Jungs small-talkten mit den Männern, da diese aber seltsam und alkoholisiert waren, wollten sie so schnell wie möglich gehen. Während der Junge mit zweien redete, verabschiedete sich mein Sohn von den anderen beiden. Da hob der große Mann den Arm zum Hitlergruß und sagte, dass man sich so in Deutschland verabschiede. Mein Sohn fragte ihn was das denn solle, das sei nicht in Ordnung und es entbrannte eine hitzige Diskussion, die schnell zu Übergrifflichkeiten ausartete. Der Junge sah nur wie mein Sohn, so schnell er konnte weglief, dabei übersah er einen weiteren Mann der ihn zwischen den parkenden Autos heftig zu Boden warf . Die anderen 3 Männer kamen hinzu und traten meinen Sohn heftig und obwohl der 17 jährige am Boden lag und nicht mehr aufstehen konnte, traten die Männer weiter auf ihn ein. Sein Freund rief,“ Lassen sie ihn, er liegt doch schon am Boden!“ Da sagten die Männer: „Geh jetzt, geh, sonst bist du auch noch dran, du solltest garnicht hier sein!“ Da kam ein Radfahrer mit seiner Freundin an ihnen vorbei, der Junge rief nach Hilfe, der Radfahrer hielt an, darauf flüchteten die Männer Richtung Prenzlauer Allee. Der Junge half meinem Sohn auf die Beine, das Mädchen kam zurück und bat meinem Sohn Geld, damit er mit einem Taxi nach hause fahren kann, aber er lehnte ab, es ginge schon und ging davon. Da es schon sehr spät war und die Jugendlichen alle unter Schock standen- „es ging alles so schnell, wir haben gar nicht erkannt wie ernst die Situation eigentlich war“, fuhren auch sie nach hause. Von Husemannstr bis zu uns nach hause sind es ca 10 Minuten mit der Tram, mein Sohn brauchte ca. zweieinhalb Stunden und kann sich nicht erinnern , wie er nach hause kam. Er ist jetzt stationär im Krankenhaus, sein Kopf wird untersucht, und er wird am Schlüsselbein operiert.

Obwohl die Freunde meines Sohnes sich sehr Mühe gegeben haben und alles so genau wie möglich erklärt haben, können sie sich dennoch nicht genau an die Männer erinnern. Über jeglichen Hinweis würden wir uns freuen!

Der Besuch bei der Polizei war sehr ernüchternd, die Frau, die die Zeugenaussage aufgenommen hat , war sehr betroffen, dennoch haben wir beschlossen, selbst aktiv zu werden. Die Jugendlichen und ich fuhren zurück zum Tatort und fragten in den umliegenden Läden, ob es vielleicht Kameras gäbe. Der Verkäufer im Späti war sehr zuvorkommend, auch sie waren am selben Wochenende von drei Männern mit Waffen überfallen worden, wobei einer auffallend groß war. Der Besitzer versprach, die Bänder durchzusehen.

Auch hat mir das Mädchen erzählt, dass sich die verbalen Angriffe auf meinen Sohn wegen seiner Hautfarbe in letzter Zeit häufen.

Ich bin kein Politiker, ich bin nur eine sehr besorgte Mutter, die mit Grauen beobachtet wie die rassistisch motivierte Gewalt in unserer Stadt, ja soweit ich das sehen kann, in unserem Land zunimmt. Es muss endlich etwas unternommen werden, solche Menschen müssen bestraft werden- auch rassistische Äußerungen müssen härter bestraft werden!

Alle meine Kinder wurden schon so oft als „Neger, dreckig u.ä. „ beschimpft, und man sollte meinen das es besser wird, wir wehren doch schon seit so vielen Jahren, suchen ständig Gespräche mit Lehrern, Eltern usw.,– dennoch habe ich das grässliche Gefühl, dass der Rassismus gerade aufblüht, und viel schlimmer als vor 5 Jahren ist!!!!

Wir müssen etwas unternehmen und zwar gemeinsam, sonst hört uns niemand!

Sonja Prinz

 

Und so könnt ihr helfen:

Nachtrag vom 29.11.16

Bisher war die Polizei nicht sehr hilfreich, die Freunde meines Sohnes haben den Betreiber des Spätkaufs gebeten, seine Videobänder einzusehen, leider sind die Täter nicht auf den Bändern, sie haben dort offenbar nicht eingekauft. Die BVG Aufnahmen können nur von der Polizei angefordert werden, diese werden in der Regel nur 48h aufbewahrt und gelöscht, da mein Sohn sich aber nicht an den Übergriff erinnern konnten, waren wir erst 60 Stunden nach dem Übergriff bei der Polizei, vielleicht hätte man noch etwas erreichen können, aber scheinbar wurde in dem Sinne nichts unternommen. Auch hatte ich gehofft, die Polizei würde ein Phantombild erstellen, das wir dann verbreiten könnten, leider haben sie das, als wir dort waren, abgelehnt.

Ich denke all dies sind Aufgaben der Polizei, die wir nun übernehmen müssen und ihr könnt uns dabei wirklich sehr helfen:

 

  • Ihr könnt die Täterbeschreibung ausdrucken und verteilen, hängt es überall auf, gebt es in die Kneipen und Läden, vor allem um die Tramstation „Husemannstraße“ mit der Bitte um Auslage oder Aushang. Die Kombination dieser Vierergruppe, insbesondere ein 2m Mann mit Bart und ein 1,60 Mann, sind sehr auffällig. Zudem waren alle offenbar betrunken, was u.U. darauf hinweist, dass sie vorher eine Bar oder Kneipe in Reichweite der Tramstation Husemannstaße besucht haben könnten. Außerdem haben Bars/Kneipen oft Facebook-Seiten. Unter Umständen bietet das die Möglichkeit, die Täterbeschreibung und/oder diesen ganzen Artikel auf diesen Seiten auf die Pinnwand zu stellen, bzw. die Betreiber zu bitten, das zu tun.

    Tätersuche

Und

  • Ihr könnt an die Pressestelle der Polizei schreiben und um Neuigkeiten bitten, ich habe mehrmals versucht, die Telefonnummer anzurufen, die auf der Eingangsbestätigung der Anzeige steht, es gab immer eine sehr lange Warteschleife und irgenwann hat es einfach aufgelegt, ich konnte bisher niemanden erreichen, versuche es aber weiter. Ein sehr engagierter Mann hat folgendes geschrieben und auch promt Antwort bekommen. Die Pressestelle darf keine direkten Auskunft an Privatpersonen geben, aber es wird doch helfen, damit die Polizei gründlich ermittelt:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

bezugnehmend auf die auf Ihrer Website veröffentlichte Polizeimeldung vom 29.11.2016 / Pankow / Nr. 2890 bitte ich um Stellungnahme zu folgenden Fragen:

 

– Nach der öffentlichen Darstellung der Mutter des mutmaßlichen Opfers liegt eine prägnante Beschreibung der mutmaßlichen Täter vor (2x ca. 1,80m, einer davon mit London Cap und Glatze/kurzhaarig, 1x ca. 2m mit Vollbart, 1x  ca. 1,60m). Warum wird diese Beschreibung in Ihrem Text nicht erwähnt?

 

– Warum finden sich unter den Rubriken „Zeugen gesucht“ und/oder „Gesuchte Personen“ keine Meldungen zum Fall bzw. Beschreibungen der mutmaßlichen Täter?

 

– Welche Maßnahmen unternimmt die Polizei Berlin, um die mutmaßlichen Täter ausfindig zu machen?

 

Mutmaßliche Übergriffe jedweder Art, insbesondere aber solche, bei denen ein rassistischer/minderheitenfeindlicher Hintergrund angenommen werden muss, erfüllen mich mit größter Sorge und ich möchte Sie bitten, derartige Anzeigen ernst zu nehmen und – so Sie das nicht ohne bereits tun – mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln aufzuklären.

 

Besten Dank,

 

Ich danke Euch allen für die warmen und ermutigenden Worte, für die Verbreitung  unseres Anliegen, für die vielen guten Ratschläge, die Angebote zur Mithilfe. Diese Ressonance tut in der Seele gut- Danke. Bitte entschuldigt, wenn ich Euch nicht allen persönlich antworten kann, es sind wirklich sehr viele, und zwischen Krankenhaus, Arbeit und Familie bleibt eigentlich nicht viel Zeit, vor allem in Zeiten wie diesen.

30.11.16

  • Heute haben wir einen Anruf vom Landeskriminalamt bekommen, sie wollen die Beteiligten so schnell wie möglich vernehmen. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, denn die Anzeige, die auf den Seiten der Polizei steht hat mich ehr verärgert. Der Eintrag war unkorrekt und er spiegelt auch ziemlich genau wieder, wie wenig sensibilisiert der öffentliche Dienst ist. Es wird z.B. gesagt ein schwarzer Jugendlicher, das ist leider nicht korrekt, die Dame hatte Schwierigkeiten, sich vorzustellen, dass ich einen dunkelhäutigen Sohn habe– also das dieser Opfer rassistischer Gewalt wurde. Auch ist gar nicht sicher ob mein Sohn als erster zugeschlagen hat, die Zeugen haben das nicht gesehen, das waren Gerüchte, die zu Anfang kursierten…. das haben wir ihr auch erklärt, sie hat es vermerkt, aber nicht in diesen Bericht geschrieben. Auch finde ich die Überschrift und den ersten Satz echt seltsam, man kann es gar nicht finden, wenn man danach sucht, Außerdem wird hier nur eine „angebliche“ Straftat aufgeführt. Als Mutter von einem Kind das im Krankenhaus liegt, fühle ich mich nicht ernstgenommen.
  • Ich habe heute auch erfahren, das die Polizeimeldung mit Titel „ich bin nur eine besorgte Mutter“ im Warte TV der Berliner Bürgerämter läuft. Wer auch immer das in die Wege geleitet hat, DANKE
  • Die ersten Täterbeschreibungen auf gelben Papier wurden heute von einer engagierten Anwohnerin aufgehängt- das ist echt toll!!!
  • Ich habe ein paar Bars in der Nähe angeschrieben und um Mithilfe gebeten, mal sehen was darauskommt.
  • Auch habe ich erfahren, dass es eine rechte Kneipe in der Gegend gibt, „Stumpfe Ecke“ die man im Auge behalten sollte
  • Es kamen wieder viele viele Mails mit Besserungswünschen und Ratschlägen, so z.B. auch die Jugendclubs anzusprechen, an Taxiständen nachzufragen und Zettel aufzuhängen.
  • Ein Mann schrieb mir, er sei von zwei Männern angepöbelt worden, die zu der Täterbeschreibung passen könnten, von denen hieß einer wohl Frank.
  • Ein anderer Mann hat meinen Sohn nach der Tat getroffen, er torkelte in eine Bäckerei bei der Danziger, war sehr verwirrt und versuchte sich eine CapriSonne zu kaufen. Das ist so grausam, wenn ich mir das vorstelle. Der Mann hat sie ihm bezahlt. Danke!

Wir haben heute auch wieder mehrere Interviews geführt und interessante, mitfühlende, weltverbessernde Menschen kennengelernt.

Morgen wird mein Sohn operiert.

Ich danke auch allen Journalisten, die uns geholfen haben. Hier die Links zu einige der Artikel:

Morgenpost

Focus

BZ Berlin.de 

 

Ihr könnt uns auch finanziell unterstützen- am Besten über den Verein, dann wird das Geld auch ausschließlich für materielle Belange bezüglich des Angriffs und seinen Folgen genutzt. Einfach auf der Internetseite des Vereins rechts oben über den Donate Button, Verwendungszweck „Benjamin“- herzlichen Dank an alle die das schon gemacht haben.

03.12.16

Mein Sohn ist wieder zuhause, Ich danke Gott und all den freundlichen Menschen, die uns durch die erste Phase begleitet haben.

Mein Sohn realisiert langsam wieviel Liebe von so vielen Menschen gekommen ist. Leute die wir kennen, und solche die wir nie zuvor gesehen haben. DANKE <3

Die Polizei hat jetzt auch ihre Arbeit aufgenommen und ich hoffe aus ganzem Herzen, sie können sie fassen. Es gab in der Nacht auch Radfahrer die das wohl gesehen haben. Bitte Bitte meldet Euch bei der Polizei, wir brauchen Zeugenaussagen. DANKE auch fürs weiterleiten.

Ich hänge wie ich halt kann, weiter Täterbeschreibungen auf und das könnt ihr auch, einfach link anklicken, ausdrucken, irgendwo, am Besten Prenzlauerberg aufhängen. Die wurden nochmal von einem freundlichen Designermenschen überarbeitet. Ganz herzlichen Dank.

http://www.new-generation-berlin.de/wp-content/uploads/2016/12/Taeterbeschreibung_A4.pdf

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AFRICA YOUTH DAY

Wir laden Euch alle ganz herzlich zum Africa Youth Day ein, wir wollen Euch unsere laufenden Arbeiten vorstellen und Euch neugierig machen auf die kommenden Angebote……

Vergesst den Weihnachtsstress und kommt mit uns feiern

Africa Youth Day

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Matume und ihre Freunde

In der ersten Ferienwoche werden wir in Berlin unseren Buchillustrationsworkshop durchführen. Wir wollen euch einladen das Abenteuer von `Matume und ihren Freunden´ kennenzulernen und künstlerisch umzusetzen. Mit dieser selbstgeschriebenen Geschichte werden wir unser Thema Südafrika vollends beenden können.
Wir wollen für die Gestaltung mit Recyclingmaterialien arbeiten, bringt dazu bitte Zeitungen mit bunten Bildern, Werbeprospekte und bunte Papiere, aber auch Stoffreste mit.
Euch erwartet eine wirklich spannende Geschichte mit mutigen Kindern und Erwachsenen, die noch viel von den Kindern lernen müssen, ebenso einige Überraschungen.

Der Workshop findet vom 17.10.16-21.10.16 in der Zeit von 10Uhr bis 15 Uhr im Familienzentrum Upsala statt. Die Kinder frühstücken und essen mittags zusammen, wir bitten um einen Unkostenbeitrag von 4 € pro Kind pro Tag- wer mehr geben möchte, kann das sehr gerne tun.

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ENDLICH, ENDLICH

Nach so vielen Anläufen zeigen wir Euch nun endlich unser „Mali-Musical“- eineinhalb Jahre haben wir daran gebastelt „Auf dem Rücken des Krokodils“ ist am 9.10 um 11:30 beim Festival „Am Ohr der Welt“ im Werkstatt der Kulturen.

Am selben Tag um 18 Uhr 30 treten dort auch unsere Jugendlichen „NGAF YOUTH“ auf.

Wir freuen uns auf Euch— der Eintritt ist frei!!!!
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Ferienworkshops und andere Neuigkeiten

Nun gibt es ihn endlich,den Nigeria Kindermusical Workshop in Potsdam!Es ist ein Projekt der Global New Generation​ e.V., in Kooperation mit der Afro-Europäischen Spielegruppe Potsdam, dem Nzuko Ndi Igbo Berlin/Brandenburg e.V., dem EKIZ „Am Stern“, den „Treasure Kids“ und dem Oskar Begegnungszentrum.

Nach drei Jahren Vorbereitung!!!! Das erste Aufeinandertreffen war super, es hat Spass
gemacht und war für alle Beteiligten sehr lehrreich, Photos könnt ihr Euch hier
ansehen:
Nigeria Workshop Potsdam

Der Workshop in Potsdam ist umsonst und findet ab dem 17. September regelmäßig
statt:
Jeden ersten Samstag im Monat von 14 Uhr bis 18 Uhr
im Oskar Begegnungszentrum,Oskar-Meßter-Straße 4-6 · 14480 Potsdam-Drewitz.
Jeden dritten Samstag im Monat von 14 Uhr bis 18 Uhr
im AWO- Eltern-Kind Zentrum „Am Stern“, Röhrenstrasse 6, 14480 Potsdam

Alle Termine sind auch immer aktualisiert auf unserer Homepage:
http://www.new-generation-berlin.de/termine

IN BERLIN findet der nächste Ferienworkshop statt, und zwar vom 29.8.16- 2.9.16,
jeweils von 10 Uhr bis 15 Uhr im Upsala, Familienzentrum, Upsalaerstr. 6, 13139
Berlin statt.
Das Thema ist Mali.
Ich freue mich riesig, Euch sagen zu können, dass uns die Stelzentänzerin
Mariela Durand besuchen wird, und mit den Kindern an einem Maskentanz der Dogen
auf Stelzen arbeiten wird. Was sie sonst so Tolles auf ihren Stelzen macht,
könnt ihr hier sehen: http://www.dulce-compania.com/walk-acts/

Ausserdem kommt Aly Keita mit den Ballafonen vorbei, auch das freut mich sehr,
und übt mit uns Ballafon spielen. Seine Webseite: http://alykeita.org

Mittwochs machen wir einen Ausflug, wahrscheinlich ins FEZ.
Wer möchte den Kochdienst übernehmen?- Bitte melden

Am 3 September um 13 Uhr wollen wir das Stück zum ersten Mal aufführen und zwar
beim Welcome- PicNic Festival, Tempelhofes Feld, Eingang Herrfurthstr./
Oderstraße. Berlin

Alle genaueren Details kommuniziere ich Euch sehr bald. Ansonsten bitte schaut
immer mal wieder auf der Homepage-Termine Seite vorbei, da steht immer alles!

Merkt Euch die Termine vor, wir freuen uns auf Euch.

Und weiter mit den Ferien!!!!

Viel Spass

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KeNaKo- Afrika Festival in Berlin

Das KeNaKo Festival auf dem Alexanderplatz läuft auf Hochtouren, das Programm ist toll, das Wetter spielt mit, wir sind gut besucht. Wer den interkulturellen Dialog sucht, wird ihn zur Zeit überall auf dem Alexanderplatz finden 😉
Wir danken all den vielen HelferInnen, die dieses Festival so erfolgreich mitgestalten, aber unser größter Dank gilt Hervé Tcheumeleu und Antonia Reglin vom Afrika Medien Zentrum– ohne sie gäbe es das Festival nicht.


Unser Zelt ist gleich gegenüber von der Bühne, ihr könnt bei uns Eure Kinder schminken lassen, kleine Bierdeckelsägen bauen und manch einem nostalgischen Bierdeckelsägen- Profi versuchen die Schnur durchzuschneiden, Eure Kinder können malen, basteln u.v.m.

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Den Morgen verbringen wir im Mandela Zelt, viele Schulen besuchen uns, die ReferentInnen halten ganz tolle und vielseitige Vorträge, „Woher kommt unsere Schokolade“, „Was weißt Du über Afrika“ und viele mehr. Da wird gehört, gesehen, getanzt, geraten– Ihr könnt Euch kostenlos zu uns ins Zelt, um 10 Uhr geht es los, setzen und mitmachen. Es macht richtig Spass, eine ganz lebendige Form des Lernens.

Am Samstag trifft sich die Musical Gruppe um 14 Uhr im Mama Afrika Zelt. Der Khwenyana Verein wird mit uns Musikinstrumente aus Recylingmaterialien bauen, bitte seid pünktlich und bringt ausgewaschene Joghurtbecher und die die Kartonröhre vom Toilettenpapier mit. Es geht pünktlich los.

Am Sonntag (12.6.16) ist der letzte Tag des Festivals, unsere Jugendlichen (NGAF YOUTH) werden ihr Stück präsentieren. Um 13 Uhr, treten sie auf der Hauptbühne auf.

 

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Familie Asamoah, ReferentInnen

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Elizabeth und Marc Assamoah, ursprünglich aus Ghana, unterrichten nun schon seit über 20 Jahren an deutschen Schulen.

Sie bieten Ihnen Themen in Bezug auf Afrika, die in Projekttage oder Projektwochen angeboten werden können. Unterteilt werden diese Themen in Kategorien wie der Alltag, die Ernährung, Kommunikation, Musik und Tanz, sowie Spiele und auch Spaß.

Elizabeth Abena Asamoah ist Bürokauffrau, seit 1994 als Referentin aktiv in deutschen Schulen. Sie bietet folgende Workshops an:

  1. Freizeit und Kinder – wie in Ghana
  2. Arbeit oder Spiel?
  3. Woher kommt unsere Schokolade?

Mark Kofi Asamoah ist Musiker verfügt über 26 Jahre Erfahrung als Referent in den Schulen Deutschlands. Seine Workshops sind wie folgt:

  1. Die Musik verbindet Alltag in Ghana.
  2. Verkauftes Land, zerstörte Träume
  3. Was weißt du über Afrika.
  4. Kommunikation in Afrika Vielfalt.

Eignung der Seminare: Kl. 1 -12, Erwachsene
Lernziel: Allgemeines Wissen über Afrika, Kinder und Alltag

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Marie und die Malbücher

Wir hatten das große Glück die Bekanntschaft von Marie Fages zu machen. Sie ist eine sehr talentierte und freundliche junge Frau, eine Filmemacherin die auch die Bühnen- und Filmdekorationen entwirft. Ihre Arbeiten könnt ihr unter dem folgenden Link ansehen: www.mariefages.com

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Sie war in Berlin und fand unsere Arbeit ganz toll. Sie hat uns besucht und mit den Kindern an dem Bühnenbild gearbeitet.

 

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Nun ist sie wieder in Frankreich und zeichnet ganz fleißig an unserem Mali Malbuch. Ein Bild aus dem Malbuch, welches auch das Bühnenbild ist, möchten wir Euch hier zum selber ausmalen schenken- Einfach draufklicken, speichern und ausdrucken. Viel Spaß beim ausmalen.

 

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Wenn Ihr noch mehr Bilder wollt, könnt Ihr das Mali Malbuch für wenig Geld bei uns kaufen. Klickt einfach HIER

Und schaut mal, Reyhan hat schon einen ersten Entwurf der Moschee für unseren Film erschaffen. Die Kinder werden zusammen mit Reyhan daran sägen, Kleben- kurz bauen.

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Und das alles ist aus Mandys Hausarbeit über die Moschee in Djenné entstanden— ich werde sie mal fragen, ob wir die Hausarbeit hier veröffentlichen dürfen, sie hat wirklich gut recherchiert!!!

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